Wie entsteht ein Computeranimationsfilm?
Wie der Name schon sagt, versteht man unter solchen Filmen animierte Bilder, die mit Hilfe eines Computers erstellt worden sind.
Im Gegensatz zu Spielfilmen, bei denen die Szenen einfach gefilmt und zusammengeschnitten werden, stellt ein Computeranimationsfilm Einzelbilder schnell hintereinander dar, sodass beim Zuschauer der Eindruck entsteht, es handele sich um einen realen Bewegungsablauf.
Ein Film von durchschnittlich 90 Minuten Lauflänge besteht so aus ca. 130.000 Einzelbildern. Hierdurch ist auch die mühsame und zeitintensive Produktionsphase zu erklären. Bei Verwendung von weniger Bildern wäre der Bewegungsablauf allerdings nicht flüssig genug, um eine realitätsnahe Illusion zu erschaffen.
Besonderheiten bei einem Computeranimationsfilm
Eine weitere Besonderheit am Computeranimationsfilm ist nun, dass er komplett ohne händische Skizzen o.Ä. auskommt. Alle sichtbaren Bildsequenzen werden von vornherein am Computer erstellt und verwertet.Früher geschah dies Zweidimensional, in den letzten Jahren zunehmend Dreidimensional.
Hierfür gibt es aktuelle Software, d.h. Programme, mit Hilfe derer man die einzelnen Bilder erstellen, modellieren und schließlich rendern kann. Unter rendern (zu deutsch: berechnen) versteht man die Erzeugung einer virtuell räumlichen Szene.
Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, sind die Programme, sog. Renderer, vor allem für die Darstellung der Materialoberflächen, der Lichteinflüsse und Schattenbildung sowie der Dimensionalität verantwortlich.
Während früher vor allem kurze Zeichentrickserien und später auch erste Filme in 2D animiert und ausgestrahlt wurden, werden heutzutage abendfüllende Kinofilme in 3D produziert.
Der Computeranimationsfilm in Kinderschuhen
Vor rund 15 Jahren, 1995, kam erstmals ein komplett computeranimierter Film in die amerikanischen Kinos. Es handelte sich hierbei um "Toy Story". Aufgrund des großen Erfolges lief dieser ein Jahr später schließlich auch in deutschen Kinos an.Im Jahre 2009 wurde "Toy Story" noch einmal überarbeitet und ein weiteres Mal veröffentlicht - Diesmal in 3D. Der Erfolg knüpfte nahtlos an alte Zeiten an - Während der Spielzeit von nur 5 Wochen wurden allein 12,5 Millionen US Dollar eingenommen und der Film somit zum Kassenschlager.
Auch heutzutage dürften jedem Filmkenner "Ice Age", "Findet Nemo", "Shrek" oder auch "Madagaskar" ein Begriff sein. Sie gehören der Generation an, die noch einen Schritt weiter geht und durch 3D ein noch besseres Ergebnis in puncto Realitätsnähe erzielt.
Diese Filme stoßen in allen Kreisen auf große Beliebtheit - Die Anhängerschaft solcher Filme besteht längst nicht mehr bloß aus Kindern. Auch Erwachsene bekennen sich dazu - Kein Wunder, denn die Inhalte der Filme sind zwar simpel, aber dennoch auch jenseits der Volljährigkeit nicht langweilig anzusehen. Ebenso beeindruckt die mittlerweile hohe Qualität der Filme die Großen und Kleinen.
So kann ein Computeranimationsfilm leicht ganze Generationen miteinander verbinden.