Die lange Geschichte der Filmtechnik

Der eigentliche Begriff Filmtechnik ist weit umfassend. Er beinhaltet alle mechanischen und technischen Erfindungen zum Thema Film. Gegenstand sind Filmantrieb, Filmkamera, Kopiermaschine, Filmbetrachter, Klebepresse und Tonkamera. Der Beginn dessen, was man im Kern unter Filmtechnik versteht, entstand im Jahr 1885, als William Green sich in London eine Perforiermaschine für Papierstreifen bauen ließ. Im selben Jahr begann Le Prince sich mit bewegten Bildern zu beschäftigen. 1887 macht Hannibal Goodwin die alles beeinflussende Entdeckung: den Film. Damit begann der Bau von Filmkameras, und es wurde möglich, die Frage nach der gleichmäßigen Bewegungsanalyse zu klären. Wichtigster Bestandteil der Filmtechnik ist natürlich die Filmproduktion selbst. Da Filme ein hoch spezialisiertes Kunststoffprodukt, und damit relativ teuer sind, bedingt jeder Schritt einer Filmproduktion eine genaue Budgetierung. Die notwendige Menge Film für eine 100minütige Produktion beträgt fast 2.740 Meter, aufgeteilt in je zur Hälfte Bild- und Tonnegativ. Vor dem eigentlichen Schneiden des Films wird im Kopierwerk noch eine Sicherungskopie zur Absicherung des Originals erstellt. . Durch die Weiterentwicklung der Computerindustrie hat die Filmtechnik Möglichkeiten, die vor 20 Jahren noch undenkbar waren. Animationsfilme haben einen qualitativen Standard erreicht, der mit dem alten Zeichentrickfilm nichts mehr gemein hat und es existiert inzwischen Software in der Filmtechnik, die reale Schauspieler überflüssig werden lassen.

Weiterentwicklung der Filmtechnik

FilmtechnikAußer den technischen Gegenständen wird unter Filmtechnik auch die Tätigkeit verstanden, die im Zusammenhang mit Erstellung und Verarbeitung, beziehungsweise Distribution eines Films stattfinden. Dazu gehören die Aufführung von Filmen, Produktion und Vertrieb. Die Filmproduktion unterscheidet wiederum zwischen der eigentlichen Produktion eines Films und der Postproduktion, dem Schneiden eines Films. Filmtechnik im Vertrieb bedeutet, Filme zu vermarkten. Da die Filmtechnik ein sehr weit reichendes Feld ist, sind die Berufe, die unter diesem Oberbegriff ausgeübt werden, ebenso vielfältig. In erster Linie fällt einem natürlich der Kameramann ein. Zur Entstehung eines professionell produzierten Films gehört auch der Beleuchter, gegebenenfalls wurde im Vorfeld ein Skript erstellt. Ist der Film in der Rohversion fertiggestellt, kommt der Cutter zum Einsatz, der die Szenen dann in die gewünschte Ablauffolge bringt. Trickfilme sind seit Jahren das Arbeitsgebiet von Cartoonisten und zusehends von Computerspezialisten.

Spezialisten in der Filmtechnik

Es bedarf bereits bei der kleinsten Produktion einer Verzahnung verschiedenster Teilnehmer und Geräte. Mindestens ein Kameramann muss zur Verfügung stehen, in der Regel eine weitere Person. Der Rohfilm wird benötigt, die Kamera und Tonaufzeichnungsgeräte. Wird ein Film im Freien gedreht, sind, entsprechend von Lokation und Witterung noch weitere Gegenstände notwendig.